Mangelernährung

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Stoffwechsel bei Mangelernährung 

Was geschieht konkret bei der energetischen Mangelernährung


1. Die Kohlenhydratspeicher werden geleert (300g in Muskulatur u. Leber). 


2. Die Proteine der Muskeln (Glykoproteine) werden abgebaut und zur Energiegewinnung herangezogen, was an der erhöhten N-Ausscheidung im Urin nachgewiesen werden kann. Die Ausnutzung der Muskeleiweiße ist in den ersten Tagen hoch und verringert sich bis auf ein Minimum. Diese biochemische Stoffwechseländerung dauert ca. 28 Tage. Die freien Amionsäuren im Blut (ca. 350g) werden konstant gehalten. Das Albumin im Blut wird zuerst nur gering energetisch verwertet und in der kritischen Phase (Endstadium) der Mangelernährung als vollwertige Energiequelle genutzt. Aminosäuren werden für die gesteigerte Funktion des Immunsystems benötigt (kurze Halbwertzeiten)


3. Parallel zu der Kohlenhydrat- und Proteinverwertung wird die energetische Verwertung der Fette aufgebaut. Nach ca. 28 Tagen wird die benötigte Energie aus den freigesetzten Fettsäuren bereitgestellt. Der Köper des Menschen ist auf den Hungerstoffwechsel eingestellt.  Im Blutbild lässt sich der Anstieg der Fettsäuren und die daraus hergestellten Ketonkörper nachweisen. Ketonkörper werden vom Gehirn als Glucoseersatz verstoffwechselt. 


4. Im Hungerstoffwechsel der Mangelernährung stellt der Körper unnütze Stoffwechselzyklen ein und fährt damit den Grundumsatz herunter. Energiesparen wird überlebenswichtig.


5. Mit dem Verlust an Körperzellen geht ein Verlust an Vitaminen und Mineralstoffen einher. Der limitierende Mineralstoff in dieser Situation ist Phosphor (Refeeding Syndrom). 


6. Mit dem Verlust an Körperzellen geht der Verlust an intrazellulärem Wasser einher. 

 


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