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Einleitung

Grundsätzlich gilt, je komplexer die Kohlenhydrate, desto physiologisch wertvoller für die gesunde Ernährung. Diese Regel lässt sich am einfachsten mit den 10 Regeln der DGE einhalten. Verzehren Sie möglichst viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte.
Monosacharide
Glucose, Fruktose, Galaktose, Mannose, Sorbose, Sorbit, Ribose, Xylose
Disacharide
Saccharose (Rohrzucker, Rübenzucker) » Verbindung von Glucose - Fruktose
Laktose (Milchzucker) » Verbindung von Glucose - Galaktose
Maltose (Malzzucker) » Verbindung von Glucose - Glucose
Laktulose » Verbindung von Galaktose - Fruktose
Technologisch hergestellt, keine Aufspaltung im Dünndarm
Klinik: Einsatz als Abführmittel
Dextrin » Verbindung aus 4-10 Glucosemolekülen
Technologisch hergestellt, wasserlöslich
Klinik: Einsatz als Maltodextrin
Zuckeraustauschstoffe: Saccharin, Cyclamat, Aspartan
Polysacharide
Speicherstoffe: Stärke, Glykogen, Dextran, Inulin
Gerüststubstanz: Zellulose, Hemizellulose, Lignin
Füllstoffe: Pektin, Pflanzengummi, Pflanzenschleim
Ballaststoffe
Nahrungsfasern (verzweigtkettige Polysaccharide), zum Teil unverdaulich
Wasserunlösliche: Lingin, Zellulose,
Wasserlösliche: Guar, Pektin, Hemizellulose
In der frühen Evolutionsphase wurden Kohlenhydrate vorwiegend aus Stärke aufgenommen (Anteil an der Gesamtenergie 50-70 %). Heutzutage liegt der Anteil der Gesamtenergie bei 50 % und die wird vorwiegend aus Einfachzuckern gedeckt.
Zur Überprüfung Ihrer ausgewogenen Ernährung führen sie einen Ernährungs-Check durch.

Bedarf
Kohlenhydrate stellen die wichtigste Energiequelle für den Menschen dar.
Richtwert der täglichen Zufuhr
- für gesunde Erwachsene 6 g/ kg Körpergewicht pro Tag
oder 55-60 % der täglichen Energie
1 g Kohlenhydrat liefert 4,1 kcal Energie
Die Relation der einzelnen Kohlenhydrate kann krankheitsbedingt verändert sein. Bevorzugt werden sollten Lebensmittel mit komplexen Kohlenhydraten.

Glykämischer Index
Der Glykämische Index (GIx) beschreibt die Wirksamkeit verschiedener Lebensmittel auf den Blutzuckerwert nach dem Verzehr. Generell gilt, je niedriger der GIx desto besser das Lebensmittel, im Bezug auf die Kohlenhydrate. Zur Zeit wird das Konzept in der Wissenschaft noch kontrovers diskutiert.
Definition: Postprandiale Glucoseantwort nach Einnahme eines Lebensmittels prozentual zur Antwort auf die Einnahme von Glucose oder Weißbrot.
Index:
| < 20 - Erdnüsse, Sojabohnen, Kleie |
| 20-40 - Körner, Gerste u. Roggen, Äpfel, Birnen, Kirschen, getrocknete Aprikosen, Linsen, |
| 40-60 - Reis, Pumpernickel, Haferflocken, Frühstückszerialien, frisches Obst, Erbsen, Bohnen, Saft |
| 60-80 - Vollkornbrot, Croissant, Muffins, Ananass, Melone, Honig, Karotten, Pommes, Softdrinks |
| 80-100 - Baguette, Cornflakes, Auszugsmehle, Kartoffeln, Süßspeisen |
Diagnosen
Es gibt Krankheiten, die duch Fehlernährung indiziert sind oder deren Verlauf duch die Ernährung positiv beeinflusst werden kann. Als mögliche Indikatoren für eine Ernährungsberatung sollte nachfolgende Auflistung dienen.
- Diabetes mellitus
- Zahngesundheit
- Gewichtsreduktion, Adipositas
- Fettstoffwechselstörung (Bluttfettwerte erhöht)
- Laktoseintolleranz
- Galaktosämie
- Stoffwechselkrankheiten

Lebensmittel
Wie auch bei den Eiweißen und Fetten besteht ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau. Die tägliche Lebensmittelauswahl könnte aus folgenden Produkten bestehen.
Vorwiegend pflanzliche Lebensmittel (Obst, Gemüse und Vollkornprodukte) verzehren, weil diese komplexe Kohlenhydrate enthalten.
Geeignet
Getreide, Brot u. Backwaren, Teigwaren, Reis, Kartoffeln, Honig, frisches Obst und Gemüse
Ungeeignet
Auszugsmehle und dessen Produkte, Süßigkeiten, Nussnugatcreme
Bei der täglichen Lebensmittelauswahl kommt es auf Vielseitigkeit und die Verzehrsmenge an. Informationen über ein einfaches Ernährungsprinzip finden sie unter dem Link - Ausgewogene Ernährung.

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