Krebs - Prävention


Einleitung

Die in der Öffentlichkeit gebildete Meinung, dass Lebensmittelzusatzstoffe ein Auslöser für die Tumorentstehung sind, kann fachlich nicht untermauert werden.

Richtig ist, dass durch falsche Lagerung, falsche Zubereitung/ Verzehrsgewohnheiten, sowie verdorbene Nahrungsmittel, die toxischen/ kanzirinogenen Stoffe entstehen können.

Richtig ist, dass der ausreichende Verzehr von bestimmten Lebensmitteln eine deutliche Verringerung des Krebsrisikos darstellt.

Richtig ist ebenfalls, dass die Anpassung des Lebensstiles (Nikotin, Alkohol, Bewegung) einen Einfluss auf das Risiko, an Krebs zu erkranken, hat. 

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Lebensstil

Der Körper
- Normaler BMI: Erwachsene 18,5 – 25 
- Übergewicht (BMI > 30) bzw. Untergewicht (BMI < 18,5) sollten vermieden werden und bei      
  Bedarf eine  Anpassung erfolgen.
- Starke Gewichtsabnahmen vermeiden.

Bewegung
Ausreichende tägliche Bewegung an der frischen Luft (30 min pro Tag) als Ausgleich zur Berufstätigkeit. "Wer rastet, der rostet".

Lebensstil
-
Tabakkonsum einstellen
- Aktive Lebensmittelauswahl: mehr Zeit beim Einkauf, Zubereitung und Verzehr
- Wechseln des Supermarktes, in dem Lebensmittel eingekauft werden

Ihre Lebenssituation, d.h. BMI, Bewegungsprofil usw., können Sie Online mit dem persönlichen Ernährungs-Check überprüfen.

Anmerkung
Die Nahrungsmittelindustrie und der deutsche Einzelhandel investieren viel Zeit und finanzielle Mittel in die „klassische Konditionierung“ mit dem Ziel, ausgewählte Lebensmittel zu vertreiben. Diese Marketingstrategie und weitere Faktoren führen dazu, dass sich viele Menschen einseitig ernähren. Diese einseitige Ernährung geht zu Lasten der Antioxidanzien, welche das Krebsrisiko erhöht.

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Ernährungsprinzip

Nachfolgend werden Verzehrsempfehlungen zu Lebensmittelgruppen genannt, die das Krebsrisiko reduzieren können.

Frei nach Kollath: „Lasst die Nahrungsmittel so natürlich wie möglich“.

Lebensmittelgruppe
Portion/ Tag 
 Sonstiges
Obst und Gemüse
Obst-/ Gemüsesäfte
 4
1-2
Frisch- und Dörrobst
Getreide, Backwaren, Hülsenfrüchte
Reis, Kartoffeln, Nudeln   
3
1
hohen Faseranteil bevorzugen
Fleisch, Wild, Fisch
Wurstwaren
 3
Bevorzugt Fisch, Wild, Geflügel
Magere Produkte
Milch und Milchprodukte
 2
Frische Produkte bevorzugen; Fettgehalt beachten.
Fette, Öle  (2 Esslöffel sind 1 Portion)
!! mehrfach ungesättige Fettsäuren  !!
 2
Vorwiegend Raps-, Oliven-, Sonnenblumenöl (kaltgepr. Öle)

Wenig tierische-/ versteckte Fette!
Süßigkeiten
 1
Nach Belieben, in geringen Mengen
Kochsalzzufuhr
verringern
Max. 5-6 g pro Tag
Gepökelte, gesalzene LM meiden
Alkohol
selten
Maximal 1 Glas Wein, ½ Fl. Bier


Bei der täglichen Lebensmittelauswahl kommt es auf  Vielseitigkeit und die Verzehrsmenge an. Informationen über ein einfaches Ernährungsprinzip finden sie unter dem Link - Ausgewogene Ernährung.

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Zubereitung, Lagerung

Lagerung
Werden Lebensmittel bei der Lagerung mit Pilzen befallen, reicht das Abschneiden der sichtbaren Stelle nicht aus, das gesamte Lebensmittel muss verworfen werden. Der sichtbare Teil ist der Pilz und der unsichtbare im Lebensmittel liegende Teil, das Myzel, ist der eigentliche Giftstoff.

Konservierung
Das Aufbewahren von Lebensmitteln sollte im Kühlschrank, in der Tiefkühltruhe erfolgen. Dabei ist das schnelle Abkühlen von Speisen wichtig, damit die Keimevermehrung so gering wie möglich bleibt. Einkochen oder Einlegen kann ebenfalls genutzt werden.

Verbrennung
Schwarze, angekohlte Lebensmittel sollten nicht verzehrt werden. Das Garen in Rauch oder über offenen Feuer sollte nur selten angewandt werden. Diese Empfehlung steht im großen Konflikt zur traditionellen Zubereitungsart dem Grillen. Die Entscheidung über die Zubereitung hat jeder Erwachsene für sich zu treffen.

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Antioxidanzien

Auslöser für Tumore sind Radikale, die unser Körper abfangen und ausscheiden muss. Als freie Radikale werden Atome oder Moleküle bezeichnet, die auf der Außenschale des Atoms ein freies Elektron besitzen. Diese Atome sind immer bestrebt einen ausgeglichenen Zustand z.B. über die Elektronenpaar- oder Ionenbindung zu erlangen. Dabei wird die Molekularstruktur von Zellen zerstört.

Der Schutzmechanismus über die Antioxidanzien funktioniert beim gesunden Menschen ausreichend, wenn ein ständiger Nachschub an sekundären Pflanzenstoffen besteht. Kommt dieser Nachschub ins Stocken, entsteht eine Disbalance zu Gunsten der Radikale und das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist erhöht.

Antioxidanzien sind der Baustein der Prophylaxe. Als Synonym werden bioaktive Substanzen, Antikarzinogene, sekundäre Pflanzenstoffe, Mikronährstoffe, Radikalfänger, Phytochemikalien, Phytoprotektiva usw. verwendet.

Zu Ihnen gehören die Vitamine C, Vitamin E, Folsäure sowie die Gruppe der Carotinoide und die Mineralstoffe Selen, Kalzium, sowie die n-3-Fettsäuren, Flavonoide, Phytate, Lingane, Lutein, Lycopen usw. 

Nachfolgende Auflistung nennt die Lebensmittel mit einem hohem Gehalt an Antioxidanzien. In welchen Umfang eine Risikominimierung erfolgt wird zur Zeit noch diskutiert/ untersucht.

Name

Enthalten in ...
Carotinoide Karotten, Aprikosen, Mango, Spinat, rote Paprika, Feldsalat
Vitamin C Zitrusfrüchte, Blattgemüse, Erdbeeren, Gartenkresse, Spinat
Vitamin E Öle, Nüsse
Folsäure Weizenkeime, Vollkornmehl, Nüsse, Mais, Salat,
Kalzium Milch und M-produkte, Fisch
Selen Getreide, Nüsse, Fisch
n-3- Fettsäuren Salzwasserfische
Lycopen Tomaten
Lutein Spinat
Crypoxan Obst
Flavonoide Soja, Zitrusfrüchte, Zeralien
Reveratrol, Tanine Schale von Weintrauben, Rotwein
Terpene, Sulfide Zwiebelgewächse
Lingena Zeralien, Beeren

Wie ersichtlich kann die Zufuhr aus einer vielseitigen Lebensmittelauswahl gesichert werden. Die Aufnahme einzelner Substanzen ist nicht zwingend notwendig und sollte von Fachkräften über Ernährungsprotokolle abgesichert werden.


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