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Einleitung
Die heutige Erkenntnis zum Einfluss von Nahrungsbestandteilen beruht auf Auswertungen in der Populationsebene. Diese Erkenntnis wurde nachträglich auf der physiologischen und chemischen Ebene untermauert. Nachfolgende Tabelle verbindet die Karzinome mit Risikofaktoren. Die Tabelle ist unvollständig und stark vereinfacht.
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Tumorart/ Karzinom
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Risikofaktor
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In Verbindung mit einer verminderte Aufnahme
von … |
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Ösophagus
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Alkohol in Kombination mit Tabakkonsum |
pflanzliche Lebensmittel
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| Magen |
Nitroseamine, Kochsalz, Helio-bacter-pylori-Infektion, |
pflanzliche Lebensmittel,
Vitamin C
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Kolon
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viel Fett, Energie |
Ballaststoffe u. Stärke
Selen, Vita A, Kalzium
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Pankreas
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hoher Fleisch- und Fettverzehr |
Gemüseverzehr
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Leber
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Hepatitisviren, Aflatoxine, Alkohol |
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Mamakarzinom
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(?) Fett in Verbindung mit Adipositas, kurze Stillphase, Alkohol |
pflanzliche Lebensmittel
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Klinik (Kachexie)
Die Mangelernährung/Kachexie wird als wesentliche Todesursache bei Krebspatienten festgestellt. Sie hat einen signifikanten Einfluss auf die Lebensqualität während und nach der Therapie. Je früher die Kachexie diagnostiziert wird, desto besser ist die Prognose.
Die Kachexie beruht auf komplexen ineinandergreifenden Stoffwechselprozessen. Bedingt durch Mediatoren der Tumorzelle wird eine Erhöhung des Energieverbrauchs hervorgerufen. In der Regel ist während des Prozesses die Energieaufnahme vermindert. Das führt zur Disbalance im Energiehaushalt und hat meist einen Verlust an Körpergewicht (Fettgewebe, Muskel- und Organmasse) zur Folge. Die Wechselwirkung von Tumor und Organismus verläuft zu Ungunsten des Organismus.
Die Therapieziele bei onkologischen Erkrankungen sind...
1. Verbesserung des Ernährungszustandes
2. Verbesserung der subjektiven Lebensqualität
3. Verbesserung des Therapieverlaufs mit Reduktion von Nebenwirkungen
4. Verbesserte Prognose (konnte durch Ernährung bislang nicht erreicht werden)
Die Ernährungstherapie sollte nach folgendem Stufenschema ablaufen:
1. Orale Ernährung (Ausgewogene Ernährung)
2. Orale Ernährung + Einsatz von Trinknahrung (perioperativ)
3. Enterale Ernährung
4. Parenterale Ernährung
Bei manifester Mangelernährung/Kachexie reicht eine bloße Steigerung der Nahrungszufuhr nicht aus. Spezielle Nährstoffe sind wichtig, um der Stoffwechsellage entgegenzuwirken. Der zeitlich begrenzte Einsatz von Trinknahrung stimuliert und unterstützt den Prozess, den Gewichtsverlust zu stoppen. Einige Produkte sind hier beispielhaft genannt: Resource Support ®, FortiCare ®, Impact ®
√ hoher Energie- und Proteinbedarf
√ hoher Bedarf an Omega-3-Fettsäuren 1-2 g/ Tag (Eicosapentaensäure, Dicosahexaensäure)
√ hoher Bedarf an Vitamin E, C und Carotinoiden u. Mineralstoffen, Selen, Kalzium
Die postulierte Wirkungsweise von EPA, ist die verminderte Synthese von entzündungsfördernden Zytokinen und damit die Eindämmung von Entzündungsreaktionen sowie das Hemmen des Muskelabbaus. Vitamine und Mineralstoffe dienen dem Zellaufbau und als Radikalfänger.

Ernährungsprinzip
Liegen keine krankheits- bzw. therapieassoziierten Probleme vor, so gelten die 10 Regeln der DGE.
"Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht"
Es ist zu empfehlen, dem Patienten eine Wunschkost anzubieten. Was für den Einen gut bekömmlich ist, muss für den Anderen noch lange nicht gelten.
Wichtigstes Ziel bei Tumorpatienten ist die Verhinderung von Mangelernährung. Als Auslöser der Kachexie gelten die Ursachen: Chemo-/ Strahlentherapie, Wirkung des Tumors auf Hunger und Sättigung, sowie den Intermediärstoffwechsel.
Nachfolgend werden einige Ursachen näher beschrieben und Hilfestellung zur Vermeidung genannt. Bei jeder Krebsart gibt es Besonderheiten, die bei der Ernährung zu beachten sind. Auf diese Besonderheiten wird nicht eingegangen. Die Hilfestellungen beziehen sich auf die orale Ernährung unter Einsatz einiger Spezialprodukte wie Trinknahrung.
Appetitlosigkeit
- Verzehr kleiner Portionen “Wunschkost” und Knabberteller
- Essen Sie, wenn Sie sich gut fühlen und Appetit bekommen, auch nachts
- Essensgerüche meiden und häufig lüften, möglichst nicht selbst kochen
- Appetitanregende Getränke - angenehme Atmosphäre; Mahlzeiten appetitlich anrichten, Ablenkung beim Essen
Veränderung des Geschmacksempfindens
Durch die Krebstherapie kann …
- das Geschmacksempfinden für bitter verstärkt sein; für süß geschwächt sein
- eine Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel auftreten
- ein Metallgeschmack im Mund entstehen
Empfehlungen...
- kalte Speisen sind geruchsärmer
- sparsam und bevorzugt mit Kräutern würzen
- vor dem Essen Mund ausspülen; viel trinken
- Zitrusfrüchte (nicht bei Schleimhautentzündungen)
- bei metallischem Geschmack Plastikbesteck verwenden
Übelkeit und Erbrechen
- 2-3 Stunden nach dem Erbrechen: salzige Kekse, schluckweise Flüssigkeit
- Mund vor und nach dem Essen ausspülen
- Mehrere kleine, mild gewürzte Mahlzeiten
- Essensgerüche meiden, kühle und lauwarme Speisen bevorzugen
- Schon vor dem Aufstehen trockenes Gebäck (Kekse, Zwieback,..)
- Oft und zwischen den Mahlzeiten trinken; kalte Getränke und kleine Schlucke
- Eine Mischung aus Pfefferminz- und Kamillentee kann Linderung verschaffen
- Lutschen von Eiswürfeln, Frucht- oder Pfefferminzbonbons
- Meiden von stark gesüßten und fettreichen Speisen
- Nach den Mahlzeiten ausruhen; bequeme Kleidung, beim Hinlegen Kopf leicht erhöht
Kau- und Schluckbeschwerden
- Weiche / pürierte Kost
- Andicken von Speisen und Getränken
- Kalte Getränke und Eis lindern Schluckschmerzen
- Essen wird gleitfähiger durch Zugabe von Sahne oder Butter
- Aufrechte Körperhaltung beim Essen
- Auf ausreichende Flüssigkeitsmenge achten
Lebensmittel/ Spezialprodukte
Ressource Support ® - Trinknahrung für Krebspatienten bei Gewichtsverlust
Impact ® (Perioperativ) - Trinknahrung zum Aufbau des Immunsystems
FortiCare ® - Trinknahrung
Supportan ® - Trinknahrung
ThickenUP ®, Quick und Dick ®, Thick&Easy ® - Andickungsmittel bei Schluckstörungen
Benefiber ® - Ballaststoff zur Regulierung der Darmflora bei Obstipation oder Diarrhoe
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