Mangelernährung

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Refeeding Syndrom bei Mangelernährung

Der limitierende Mineralstoff beim Refeeding Syndrom ist Phosphor und Kalium. Phosphor wird unter anderem für die Phosphorylierung der Glycose und für die Adenosin-Tri-Phosphat Synthese benötigt. Bei mangelernährten Patienten geht der Verlust an Körperzellmasse mit einem Verlust an Phosphor einher. Kommt es bei einem mangelernährten Patienten zur Aufnahme von Glycose steigt der Bedarf an Phosphor sprunghaft an. Der Körper will die Glycose energetisch verwerten. Demgegenüber steht die verminderte Verfügbarkeit des Phosphors. Diese Diskrepanz der Verfügbarkeit kann zu schweren respiratorischen und/ oder hämatologischen Komplikationen führen, was mit dem klinischen Bild des Refeeding Syndroms benannt ist.

Bei Phosphor ist es schwierig die Körperkonzentration abzuschätzen. Phosphor kommt vor allem intrazellulär vor. Selbst wenn die Serumkonzentration im Normalbereich liegt, kann die intrazelluläre Konzentration bereits vermindert sein.Wie bei Phosphor kann es auch bei Kalium- oder Magnesiummangel zu einem Refeeding Syndrom kommen. Das Refeeding Syndrom ist damit nicht ausschließlich auf Phosphor beschränkt.

Das Refeeding Syndrom kann auch bei Vitaminmangel zum Tragen kommen. Die Thiaminspeicher leeren sich bei Körpergewichtsverlust sehr schnell. Bei Wiederaufnahme von großen Mengen an Glycose steigt der Bedarf sprunghaft an. Thiamin wird als Co Faktor bei der energetischen Verwertung von Glycose benötigt. Thiamin ist für die Überführung des Pyrovats zu Acetyl CoA erforderlich und für das Einschleusen der Ketonkörper in den Zitratzyklus.

 


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